Il Torneo delle Arti

Die Gruppe wendet sich an Instrumentalist*innen, Tänzer*innen und Sänger*innen –Amateure oder Profis, die sich für Tanzmusik oder Tanzlieder des 16. bis 18.Jahrhunderts interessieren.
Wenn Sie auch schon einmal den Wunsch hatten: Diese Musik würde ich gerne einmal vertanzt sehen oder auf diese Musik würde ich gerne tanzen, aber ich weiß nicht, wie das geht. Dann sind Sie bei uns richtig.

Für die kompetente Anleitung sorgen die Musikwissenschaftlerin Ilse Baltzer und der Choreograph und Tanzforscher Klaus Abromeit.
Dass uns der Stoff nicht ausgeht, dafür sorgen große Komponisten und Sammler von Tänzen, Tanzsuiten und Tanzliedern wie Tylman Susato, Johann Herman Schein, Claude Gervaise, Pierre Attaingnant, Giovanni Gastoldi, Jean Baptiste Lully, Henry Percell, Georg , John Playford, Philipp Telemann, Sperontes und Wolfgang Amadeus Mozart und die Tanzschriften von Thoinot Arbeau, Fabritio Caruso, John Playford und Raoul-Auges Feuillet.

Ihre Ideen und deren Umsetzung von ‚Il Torneo delle Arti‘ sind Grundlage und Inspiration für jede Ü 300-Party von Maison Voltaire e.V.

Wir treffen uns donnerstags von 19 bis 20.30Uhr. Nähere Informationen über Klaus Abromeit (0162-2119220), Ilse Baltzer (030-8533610), Renate Lühr (0173-6032783)

Die Gruppe wurde von Frauke Frey, Ilse Baltzer und Klaus Abromeit in Nachfolge der Tanzgruppe von Roswitha Wegener an der Musikschule Steglitz-Zehlendorf gegründet.

Ilse Baltzer nahm neben dem Schul- und Musikschuldienst in Hildesheim und Berlin regelmäßig an Lehrgängen für Musik der Renaissance und des Frühbarock teil. Später studierte sie Musikwissenschaft, Geschichte und Theologie an der TU und FU Berlin. Durch das Musikwissenschaftsstudium kam sie in Kontakt zum Historischen Tanz, zunächst als Musikerin, später auch tanzend durch die Gründung von ‚Il Torneo delle Arti‘. Zur selben Zeit gründete sie am Geburtshaus von Heinrich Schütz in Bad Köstritz die ’Köstritzer Spielleute‘, ein Ensemble für Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Aus der Arbeit in beiden Gruppen erwuchs das Bedürfnis, neben immer wieder benutzten Tanzmusiken, das enorme Repertoire der überlieferten Tanzbücher aus der Zeit um 1600 für den Tanz zu erschließen.

Klaus Abromeit ist ausgebildeterTänzer und legte seinen Schwerpunkt praktisch und theoretisch auf historischen Tanz. Weiterbildungen und eigene Recherchen ermöglichten ihm Produktionen als Mitbegründer von l’autre pas (www.lautrepas.de) im Rahmen von ‚Tanz im August‘, Berlin und an anderen Spielstätten. Seit 2007 ist er Artist in Residence von ‚Early Music Russia‘, St. Petersburg, Mitbegründer des ‚St. Petersburg Angiolini Ballet‘ (Boris Godunow – Johann Mattheson, diverse eigene Ballette). Über seine Forschungen über und Interpretationen von historischen Tänzen und Dramaturgien wurde er für viele Vorträge und Lehrtätigkeiten, u.a. ‚St. Petersburg International Culture Forum‘, 2018 (Vaganova Academie) angefragt. Sein Spezialgebiet ist die ‚Neue und Curieuse Tantz-Schul‘ von Gregorio Lambranzi.

Frauke Frey studierte Romanistik, Musikwissenschaften, Italienische Kultur und Geschichte in Deutschland, Frankreich und Italien und beschäftigte sich fortlaufend mit den Zusammen-hängen von Sprache, Musik, Tanz, Bildender Kunst im 16./17 Jahrh. In Berlin war sie lange Zeit Mitglied der Early-Dance-Gruppe an der Musikschule Steglitz/Zehlendorf unter Leitung von Roswitha Wegener. In dieser Zeit und nachfolgend als Mitbegründerin der Gruppe ‚Il Torneo delle Arti‘ hat sie maßgeblich zur Rekonstruktion von Tänzen, dramaturgischen Ideen zu Projekten der Gruppe beigetragen. Frauke ist 2014 viel zu früh gestorben.